Schwimmen in der Schwangerschaft
Jede Frau, die gern ins Wasser geht, kann und soll dies auch während der Schwangerschaft und nach der Geburt tun! Bewegung im Wasser ist bis zur 36. Schwangerschaftswoche zu empfehlen. Neben dem angenehmen Gefühl, die nötige und empfohlene sportliche Bewegung im nassen Element „geleistet“ zu haben, sind gerade für Schwangere unübersehbare Vorteile durch Schwimmen und Wassergymnastik (spezielle Übungen für die Beckenbodenmuskulatur, Atemtechniken, Muskelkräftigung etc. unter professioneller Anleitung lernen!) zu erkennen.
Schwangere schwimmen obenauf!
Durch die verminderte Schwere (nur ca. 10% des Körpergewichts bleiben unter Wasser übrig) werden überbeanspruchte Gelenke, Bandscheiben und die Wirbelsäule entlastet, die durch die Verlagerung des Körperschwerpunkts auch zu schmerzhaften Verspannungen der Muskulatur führen können. Brustschwimmen wird nicht unbedingt empfohlen, Rückenschwimmen hingegen ist für Schwangere unproblematisch. Die Wassertemperatur soll als angenehm empfunden werden, aber nicht über 30 Grad C liegen.
Schwimmen in der Schwangerschaft hilft gegen Schwangerschaftsbeschwerden
Spezifische Probleme in der Schwangerschaft wir geschwollene Beine, Cellulite und Krampfadern, die durch Überlastung der Venen entstehen können, werden durch die Bewegungen unter Wasser, die ja einen erhöhten Kraftaufwand erfordern, spürbar gelindert und die Stärkung des Bindegewebes erleichtert es, nach der Geburt wieder „in Form“ zu kommen. Durch die Anregung des Stoffwechsels wird eine bessere Verdauung erzielt – der leidigen Neigung zu Verstopfung während der Schwangerschaft wird somit entgegengewirkt. 
Neben all diesen unbestreitbaren nützlichen Effekten von Schwimmen in der Schwangerschaft möchten wir einen ganz wichtigen Punkt nicht unerwähnt lassen: Eine entspannt und wohlig im Wasser paddelnde werdende Mutter kann in ihrer Vorstellung die Gefühle ihres Babys nachempfinden, das sich ebenso in der Fruchtblase wohl fühlt. Manchmal entsteht durch gezielte Meditation eine erstaunliche Rückkopplung und ein spontanes Wahrnehmen von Nähe. Einige Kuranstalten und Wellness-Hotels bieten Farb- und Aromaeffekte zur Unterstützung der Konzentration sowie spezielle Solebecken an, die durch den starken Auftrieb schwereloses Schweben an der Oberfläche erlauben.
Infektionsgefahr durch Schwimmen in der Schwangerschaft?
Und nun zu der besorgten Frage nicht nur schwangerer Frauen nach der Infektionsgefahr durch Schwimmen in öffentlichen Bädern. Pilze und Keime finden sich in gut geführten Anlagen kaum im Wasser; wenn man nach dem Bad sofort duscht, sich gut abtrocknet und einen trockenen Badeanzug anzieht, ist eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich. Wer zu (Pilz)Infektionen neigt, kann in der Schwangerschaft zur Sicherheit spezielle Tampons benützen und mittels eines einfachen Tests den ph-Wert der Scheide bestimmen (in der Apotheke erhältlich).
Wasser, das als der Ursprung des Lebens gilt, gewinnt gerade für werdende Mütter eine besondere, physische und metaphysische Dimension und sorgt für körperliches und seelisches Wohlbehagen. Nicht zuletzt deshalb ist Wellness in der Schwangerschaft bei werdenden Eltern beliebt wie nie.

