Sauna in der Schwangerschaft
Saunieren stellt bei einer gesunden, schwangeren Frau weder eine persönliche noch eine Gefährdung des ungeborenen Lebens dar. Im Gegenteil! Ein Besuch in der Sauna fördert Entspannung und Wohlbefinden und stärkt bei regelmäßigem Saunieren auch das Immunsystem. Wenn Sie sich also dabei wohl fühlen, dürfen Sie während Ihrer Schwangerschaft in die Sauna gehen, vorausgesetzt Ihre Schwangerschaft verläuft normal. Trotzdem müssen aber einige Verhaltensregeln beachtet werden:
Wann darf ich während der Schwangerschaft in die Sauna gehen?
Am besten ist es, wenn man schon vor der Schwangerschaft mit dem regelmäßigen Saunieren begonnen hat. Denn dann hat sich der Körper bereits an die kräftigen Temperaturreize gewöhnt. Werdende Mütter die noch nie oder nur unregelmäßig sauniert haben, sollten nicht in den ersten acht Wochen der Schwangerschaft damit beginnen. Das wäre für den Organismus zu anstrengend. Wer jedoch regelmäßiges Saunabaden gewohnt ist, kann von Beginn der Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt in die Sauna gehen.
Bei gesundheitlichen Problemen und Erkrankungen während der Schwangerschaft sollte auf jeden Fall der Arzt gefragt werden, ob ein Saunabesuch sinnvoll und möglich ist. Bei vorzeitiger Wehentätigkeit ist ein Saunabesuch auf jeden Fall tabu. Das gilt auch bei Pilzinfektionen. In den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft ist Ihr Fötus am empfindlichsten auf äußere Einflüsse und starke Schwankungen. Wenn Sie daher nicht wirklich regelmäßig sauniert haben, fangen Sie mit niedrigen Temperaturen an, halten Sie sich nur kurz in der Sauna auf und kühlen Sie sich anschließend langsam ab. Auch kurz vor dem Ereignis der Geburt sind ein Besuch in der Sauna aber auch heiße Bäder mit Vorsicht zu genießen, da durch hohe Temperaturen mitunter Frühgeburten ausgelöst werden können. Auch bei Bluthochdruck, Schwangerschaftskrämpfen oder einer Nierenerkrankung muss auf den Saunabesuch als Schwangere verzichtet werden.
Worauf sollten schwangere Frauen beim Saunieren besonders achten?
Saunabaden entspannt Muskel und Psyche, stärkt die Abwehrkräfte und macht gute Laune – kein Wunder also, dass Sauna und Wellness in der Schwangerschaft immer beliebter wird. Wie generell in der Schwangerschaft gilt auch hier: Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl! Alles was der werdenden Mutter gut tut, tut auch dem Ungeborenen gut. Und trotzdem gibt es einige allgemeine Dinge die
Schwangere vor und beim Besuch eines Schwitzbades beachten sollten:
Vor dem Saunabesuch sollten schwere Mahlzeiten vermieden werden. Während der Schwangerschaft sollten Sie in der Saunakabine mehr auf Ihr Gefühl als auf Zeit oder Leistung achten. Auch sollten Sie sich nicht unbedingt auf die höchste Stufe legen, denn dort ist es am heißesten – empfehlenswert wäre die mittlere Bank. Vor dem nächsten Saunagang - zwei pro Besuch sind für Schwangere übrigens ausreichend – wird geraten, ein warmes Fußbad zu machen. Ein solches aktiviert die Durchblutung und bereitet ihren Kreislauf auf die nächste Schwitzrunde vor. Besonders gegen Ende der Schwangerschaft ist ein kaltes Tauchbad nach dem Saunagang nicht zu empfehlen. Zum Abkühlen sollten werdende Mütter besser gar nicht oder nur bis zu den Knien ins Tauchbecken gehen, und ansonsten Schlauch und Dusche benutzen. Sie sollten dabei zuerst Beine und Arme abspritzen und erst danach Rücken und Bauch.
Auch der entstandene Flüssigkeitsverlust durch das Saunieren sollte richtig ausgeglichen werden. Dabei sollte man erst nach dem letzten Saunagang viel trinken. Denn, wenn Sie zwischen den Saunagängen trinken, dann verhindern Sie das Ausschwemmen der Schlacke. Am besten Mineralwasser oder auch gespritzte Fruchtsäfte. Dadurch gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust am besten aus. Trinken Sie auf gar keinen Fall Alkohol, weil dieser dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entzieht.
Wie wirkt Saunieren in der Schwangerschaft auf den Körper?
Durch die von außen zugeführte Wärme steigt die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad an, die Hautoberfläche kann sich sogar bis zu zehn Grad erwärmen und im Körper werden Abwehrzellen aktiviert. Die Gefäße erweitern sich, weshalb mehr Blut fließen kann, die Atemfrequenz steigt und die Muskulatur entspannt sicht. Die Schleimhäute werden besser durchblutet, Sekret aus den Atemwegen wird stärker abgesondert und Sie können freier atmen. Schwangere Frauen profitieren also auf jeden Fall vom Wechselspiel der Wärme und Kühle: Besonders positiv: Weibliche Sauna-Fans haben offenbar oftmals eine leichtere und kürzere Geburt. Da die Muskulatur durch regelmäßige Saunabesuche weicher und entspannter ist, geht die Geburt eben oft schneller.
Schwangerschaftsbedingte Wasseransammlungen, aufgeschwemmte Hände oder Beine, können durch den regelmäßigen Saunagang vermindert werden. Auch wird die Entschlackung des Körpers durch das Schwitzen und die verstärkte Nierentätigkeit gefördert, was besonders dem Organismus der schwangeren Frau zugute kommt, der ja zusätzlich die Abbauprodukte des kindlichen Stoffwechsels übernehmen muss. Auch wird das Thromboserisiko gesenkt, da Saunieren die Blutzirkulation anregt. Nervöse Anspannungen, typische Wegbegleiter einer schwangeren Frau, können durch die positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem vermindert werden.
Dampfbad oder Finnische Sauna?
Auch wenn die feuchte Wärme im Dampfbad (Hammam) auf den ersten Blick angenehmer erscheint, wird der weibliche Körper hier stärker belastet als in der finnischen Sauna. Denn der Schweiß, der durch die Wärme im Dampfbad produziert wird, kann aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nicht verdunsten. Fazit: Die Körpertemperatur steigt schneller an. Während der Schwangerschaft sollten Schwangere daher die finnische Sauna einer türkischen Sauna vorziehen.
Wenn Sie mehr über Saunieren in der Schwangerschaft wissen möchten. Unser Linktipp: www.schwangerschaft.at.

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