Tipps zum Tragen im Tragetuch
Das Baby muss immer so im Tuch sitzen, dass sein Kopf und Körper dem des Trägers zugewandt ist. Ansonsten ist ein stabiles Stützen des Rückens nicht möglich und das Kind kann sogar ins Hohlkreuz fallen.
Bitte beachten Sie unbedingt die „Spreiz-Anhock-Haltung“ der Beinchen (außer bei der Wiege). Hierdurch wird der Rücken physiologisch gerundet und die Nachreifung der Hüften unterstützt. Deshalb achten Sie darauf, dass das Tuch immer so breit zwischen den Beinchen (von Kniekehle zu Kniekehle) gezogen wird, dass automatisch der o.g. Spreizsitz entsteht. Dabei sollte das Tuch aber nicht in den Kniekehlen einschneiden und die Kniee Ihres Babys sollten mindestens in der Höhe seines Bauchnabels sein! Bei einer Hüftdysplasie darf die Wiege nicht gebunden werden, da hier die Beinchen in eine gestreckte Haltung gebracht und die Hüftknochen nicht in die Hüftpfannen gedrückt werden können!
Ziehen Sie Ihr Baby nicht zu warm an, denn auch Ihr Körper gibt Wärme ab und Babys leiden eher an Überhitzung als an Unterkühlung. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und ziehen Sie Ihr Baby so an, wie auch Sie sich anziehen. Das Tragetuch ersetzt eine Schicht Kleidung! Wichtig ist es nur bei den ganz Kleinen, das Köpfchen zu bedecken und die Füßchen (die ja aus dem Tuch rausschauen) extra zu wärmen. An diesen Stellen kühlen sie am schnellsten aus. Im Sommer ist es sehr wichtig, die Stellen des Babys, die nicht von dem Tuch oder der Kleidung bedeckt werden, vor zuviel Sonne zu schützen. Im Herbst oder Winter ist am Schönsten, die Babys mit unter die Jacke zu nehmen, denn dort spüren Sie Ihr Baby am Besten und es ist richtig schön warm. Wenn Sie Ihr Baby unter der Jacke tragen, achten Sie darauf, dass genug Frischluft an das Näschen kommt.
Auch wenn Sie sich direkt nach der Geburt schon wieder „fit“ fühlen, sollten Sie mit einigen Minuten Tragen pro Tag anfangen, damit sich Ihre Muskulatur langsam (und Ihr Beckenboden behutsam) an die ungewohnten Bewegungen anpassen kann. Falls sich doch mal ein kleiner Muskelkater einschleicht, versuchen Sie doch einfach eine alternative Bindevariante, um auch andere Muskelpartien anzusprechen.
Ein Tragetuch lässt sich viel besser binden, wenn die Tuchbahnen nicht in sich verdreht sind. Sie sind dann leichter wieder auseinander- und glatt zuziehen. Achten Sie beim Binden auch darauf, hass sich auf dem Rücken Ihres Babys keine Tuchfalten bilden. Diese können unangenehm drücken.
Lesen Sie sich die Variante, die Sie neu binden wollen, am besten vorher 2-3 mal durch und binden Sie sie 1-2 mal ohne Baby (evtl. mit einem Kissen oder Teddy). So sind Sie etwas vertrauter damit und können sich während des Bindens mehr auf Ihr Baby und das Tuch konzentrieren.
Das Tragetuch ist ein wunderbares und sehr individuelles Hilfsmittel, um sein Baby bequem bei sich zu haben und dabei flexibel und mobil zu sein. Wenn Ihnen der eine oder andere „Griff“ nicht liegt und das Tragetuch irgendwo zwickt oder drückt, testen Sie selber aus, wie Sie es noch besser oder angenehmer binden können. Denn Sie und Ihr Baby sollen sich mit dem Tragetuch pudelwohl fühlen.
Let´s wrap!
Quelle: Tragen ist einfach! Trageanleitungen zum Hoppediz® Baby-Tragetuch
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