New Life Hotels - Urlaub in der Schwangerschaft

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20.12.15

Im 9. Monat noch verreisen? Wägen Sie das Risiko ab!


In der Regel beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin der Mutterschutz und manch werdende Mutter will diese freie Zeit nochmal für eine schöne Reise nutzen. Werdende Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass selbst bei einer unkomplizierten und bislang normal verlaufenden Schwangerschaft die Geburt auch früher erfolgen kann als errechnet. Das Risiko, sein Kind im Urlaub zu bekommen, ist also durchaus vorhanden!

Viele Mütter entscheiden sich aus diesem Grund gegen eine Reise zum Ende der Schwangerschaft, da sie lieber in einem Krankenhaus in ihrer Heimatstadt oder zu Hause entbinden wollen und nicht ungeplant im Ausland und ohne Vorbereitung. Falls das Kind nämlich zu früh käme, würde die werdende Mutter ihr Kind im Urlaubsland gebären und nicht überall sind die medizinischen und hygienischen Standards so hoch wie in Deutschland. Auch wollen viele Mütter nach der Entbindung ihre Familie oder Freunde um sich haben und sich nicht in einem anderen Land von der Geburt erholen.


Besondere Regeln bei Flugreisen im 9. Monat

Wer das Risiko aber eingeht und auch keine Sorge vor einer eventuellen Frühgeburt hat, der kann durchaus auch im 9. Monat noch verreisen und seinen Urlaub genießen. Besonders für Flugreisen gelten bei Schwangerschaften aber gewisse Regeln, die Schwangere beachten sollten. So sollten nur unkompliziert Schwangere überhaupt fliegen und ab dem 36. Monat nimmt einen keine Airline mehr mit.

Zwar ist es bei den meisten Airlines zumindest theoretisch möglich bis zur 36. Woche auch noch ohne Attest zu fliegen, doch auch schon ab der 28. Woche kann es zu Komplikationen bei der Beförderung kommen – viele Airlines wollen eine aktuelle Bescheinigung sehen, in der verschiedene Punkte bestätigt sind. Dazu zählen der erwartete Geburtstermin, eine Bescheinigung des Arztes, dass die Schwangerschaft kein Hindernis für die Patientin für eine Flugreise ist und eine Bestätigung, dass die Schwangerschaft problemlos verläuft.


Bereiten Sie sich auf den Fall der Fälle vor

Da das Thromboserisiko während einer Schwangerschaft erhöht ist, wird Schwangeren im Flugzeug grundsätzlich empfohlen Stützstrümpfe zu tragen. Bei Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaften sind Flüge nach der 28. Schwangerschaftswoche nicht mehr möglich, die Fluggesellschaften verweigernd dann die Mitnahme der schwangeren Passagiere. Grundsätzlich ist Fliegen in der Schwangerschaft aber kein Problem – es besteht kein erhöhtes Risiko für das Ungeborene im Flugzeug.

Um für alle Fälle gerüstet zu sein, kann es Sinn machen bereits ein paar Babysachen mitzunehmen, falls das Baby während einer Reise überraschend kommen sollte. Sich über die Krankenhäuser am Urlaubsort zu informieren kann ebenfalls hilfreich sein, falls das Baby unerwartet zu früh kommt. Genauso gut kann aber auch alles gut gehen und das Baby kommt wie geplant erst nach dem Urlaub zu Hause zur Welt.


Keine Fernreisen mehr im 9. Monat

Von langen Fernreisen in andere Klimazonen ist zum Ende einer Schwangerschaft hin abzuraten. Zu hoch ist die Belastung für den Körper und zu lang der Flug. Viele Schwangere fühlen sich im 9. Monat eh so kugelrund, dass sie sich gar nicht mehr so viel bewegen möchten. Mit dem Auto an die Nordsee oder in den Harz zu fahren oder auch noch nach Mallorca zu fliegen, ist im 9. Monat aber grundsätzlich möglich. Schwangere sollten sich aber nicht zu viel zumuten – anstrengende Wanderungen oder ein starker Klimaumschwung werden im 9. Monat oft nicht mehr so gut weggesteckt.


Eine Reiserücktrittsversicherung greift nicht in jedem Fall

Für die Buchung einer Reise empfiehlt sich grundsätzlich der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Wurde der Urlaub beispielsweise schon im Vorjahr gebucht als die Schwangerschaft noch unbekannt war und liegt nun der errechnete Entbindungstermin mitten im Urlaubszeitraum, kann eine Reiserücktrittsversicherung helfen. Bei einer bewusst für den 9. Monat der Schwangerschaft gebuchten Reise, die dann spontan wegen Komplikationen abgesagt werden muss, greift die Versicherung nicht, da das Risiko und der Reiseabbruch vorhersehbar waren.

Für Reisen zum Ende der Schwangerschaft gilt, dass grundsätzlich erlaubt ist, womit sich die Schwangere gut fühlt und was auch ein Arzt absegnet. Kurze Flugreisen oder Autofahrten auch in andere Länder sind kein Problem – einzig Fernreisen sollten zum 9. Monat hin nicht mehr gemacht werden, da die Belastung zu groß ist.