New Life Hotels - Urlaub in der Schwangerschaft

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19.07.08

Diagnose Beckenendlage - was nun? Ein junge Mutter erzählt


Mehr Infos zu Themen rund um die Schwangerschaft gibt es im Babyblog der New Life Hotels....

Wenn man schwanger ist, zumindest war es so bei mir, fiebert man jeder Kontrolluntersuchung entgegen. Einerseits um sein Baby im Ultraschall zu sehen und andererseits um vom Arzt (hoffentlich) zu hören, dass alles in Ordnung sei. Schon bald hörte ich ihn sagen, dass mein Nachwuchs sich noch nicht gedreht hätte, aber es sei ja noch genug Zeit. Und irgendwann kam dann der Punkt wo er diesen Nachsatz nicht mehr sagte. Beim nächsten Mal kam dann die genauere Aufklärung:

Von Beckenendlage sprechen Gynäkologen und Hebammen, wenn das Kind in der 37. Schwangerschaftswoche noch immer mit dem Kopf nach oben im Uterus liegt. Normalerweise drehen sich Föten etwa vier Wochen vor der Niederkunft in die Geburtslage. Eine Drehung ist bis kurz vor der Geburt möglich, doch fünf Prozent bleiben 'erhobenen Hauptes'.

Welche Faktoren begünstigen Steißgeburten?

Einige Risikofaktoren begünstigen Steißgeburten: Eine kurze Schwangerschaft, hohes Alter der Mutter, die Zahl ihrer Entbindungen oder organische Probleme. Eine große Rolle spielen auch die Gene: Kamen die Eltern selbst als Steißgeburten auf die Welt, verdoppelt sich das Risiko einer Beckenendlage auch für die Nachfahren. Wegen des höheren Risikos nehmen einige Geburtskliniken bei Steißlagen grundsätzlich einen Kaiserschnitt vor, so auch in meiner. Ich muss aber gestehen, dass ich eine Spontangeburt unter diesen Umständen keineswegs gewünscht hätte. Zu groß war mir das Risiko. Allerdings gibt es immer noch ein paar Tricks um das Kind dazu zu bewegen sich zu drehen. Ich habe sie erst mal fast alle versucht. 

Indische Brücke

Bei der so genannten 'Indischen Brücke' werden der Bauch und das Becken möglichst hoch gelagert. Die Arme und der Kopf sollen möglichst entspannt, die Unterschenkel angewinkelt nach unten hängen. Es entsteht ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Dem Kind soll es schließlich so unbequem werden, dass es sich dreht. Die Schwangere selbst soll entscheiden, wie lange sie es in dieser unbequemen Position aushält. Es kann passieren, dass ihr schwindelig oder schwarz vor Augen wird. Diese Symptome können Anzeichen eines Vena-Cava-Syndroms sein. Es wird ausgelöst, wenn die Gebärmutter, die jetzt bis zu sechs Kilogramm schwer ist, auf die untere Hohlvene (Vena Cava) drückt. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen wird erschwert. Die Schwangere muss sich umgehend in die Seitenlage begeben. Es war furcht erregend wie auf unserer Couch hing und verzweifelt um Hilfe rief weil ich nicht mehr vor und zurückkam. Ich fand es furcht erregend - mein Mann findet es heute noch urkomisch.

Moxabustion

Es handelt sich hierbei um eine Methode aus der traditionellen chinesischen Medizin. Sie wird zur Drehung des Kindes in die Kopflage zwischen der 32. und 37. Woche angewendet. Diese Therapie ist der Akupunktur sehr ähnlich, es werden aber keine Nadeln, sondern Beifußzigarren verwendet. Um eine Drehung des Kindes herbeizuführen, wird bei der Schwangeren mit einer glühenden Moxa-Zigarre aus sicherer Entfernung ein bestimmter Punkt am kleinen Zeh sehr stark erwärmt. Aus zweierlei Gründen hab ich das nur einmal versucht. Erstens der Gestank - ich hatte Angst, dass die Drogenpolizei auf mich aufmerksam werden würde und zweitens hab ich die Zigarre nicht in die Nähe meines Zehen gehalten, sondern direkt darauf, was furchtbar gebrannt hat. 

Akupunktur

hab ich einmal machen lassen und die äussere Wende hab ich für mich abgelehnt, denn dieses Vorgehen zur Drehung des Kindes sollte nur von erfahrenen Geburtshelfern in einer Klinik unter Ultraschallbeobachtung und Narkosebereitschaft durchgeführt werden. Bei der äußeren Wende versucht der Geburtshelfer mit beiden Händen das Baby von außen zu drehen. Das Kind macht dabei in der Gebärmutter einen Rückwärtspurzelbaum. Die Erfolgsaussichten betragen ungefähr 50 Prozent, die Komplikationsrate wird mit unter einem Prozent angegeben. Bei dieser Form der Wende kann es zu einer vorzeitigen Plazentaablösung, oder zu Nabelschnurverwicklungen kommen. Die äußere Drehung sollte daher nur erfolgen, wenn medizinisches Personal für einen Kaiserschnitt bereitsteht.

Dann hab ich darüber nachgedacht und mich informiert, warum sich meine Kleine nicht drehen wollte, es gab verschiedene mögliche Gründe:

- Das Baby hat nicht genügend Platz sich zu drehen, weil das Becken zu eng und der Uterus zu straff ist.
- Ist zu wenig Fruchtwasser vorhanden, kann sich das Kind nicht drehen.
- Das Ungeborene hatte einfach keine Zeit mehr, sich in die übliche Geburtslage zu drehen.
- Nabelschnurkomplikationen führen dazu, dass das Kind lieber sitzen bleibt. 

Ich habe es akzeptiert und mich mit dem Kaiserschnitt 'angefreundet'. Viele Kliniken und Geburtshelfer bieten jedoch eine Spontangeburt bei Beckenendlage (BEL) an - das muss jede Frau für sich selbst entscheiden.

 

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